Net.Ware Glambient

CD No.: 1001041

Genre: ambient

Substyle: space ambient,

bright and dark ambient

experimental

Review @ Snoozecontrol.be Webzine

VARIOUS ARTISTS - NET.WARE GLAMBIENT

Das deutsche Label Electro Arc, bringt mit Uhrwerks Regelmäßigkeit Alben von vielen alternativen Künstler aus dem elektronischen Genre. In diesem Artikel wollen wir über die Zusammenstellungen im Jahr 2014 reden welche unter dem Siegel „Net.Ware“ geboten wurden. Wie wir bereits in der vorherigen Bewertung Compilation „Net.Ware Funja“ diskutiert haben. Dies war vor allem die EBM und Synthpop orientierten Bands des Labels in den Mittelpunkt gestellt.

 

Auf „Net.Ware Glambient“ bekommen wir sehr unterschiedliche elektronischen Gruppen, welche von diesem Label veröffentlicht wurden, die Möglichkeit, sich einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Jeder von ihnen zeigen sich von ihrer besten Seite. Wir werden in berauschende Klänge und narkotische Klanglandschaften bewegt. Wie der Name dieser Zusammenstellung es eigentlich schon vermuten lässt, ist der rote Faden in dem Ganzen: Ambient.

 

Aber dann im weiten Sinne des Wortes Ambient. Natürlich gibt es noch viele andere Einflüsse in jedem der Songs, die die Künstler bieten, vor allem aber, dieser Musikstil scheint auf dem gesamten Sampler, die Oberhand zu nehmen.

 

Bei Eröffnung der Compi gibt Nightflight von First Aid 4 Souls bereits den Ton an. Auf den ersten Blick scheint alles auf der gleichen Linie zu gehen, weil dieser Song ist wie ein Beispiel dafür, wie all die anderen mehr oder weniger strukturiert werden. Wenn man die berauschender und ruhig, der andere ein wenig optimistisch. Aber so scheinen alle diese Künstler auf die Emotionen der Zuhörer ansprechen und um beruhigende Soundflächen austeilen zu wollen.

 

Nehmen wir zum Beispiel Y-Orbit. Dieses Projekt läßt Sie fast vier Minuten in eine sehr berauschende Atmosphäre eintauchen. Das schnelle Tempo des Songs zeichnet sich - aber das ist ehrlich gesagt eine Untertreibung. Es ist auch nicht wahr, dass alles langsam geht, aber solide ambient Struktur wird auf dieser Compilation nicht gebrochen. Die Absicht ist vor allem die intensiven Zuhörer in einer bestimmte Trance zu bringen. Wie beispielsweise in In the Autumn von Apophysia. Dieser Sechs-Minuten-Juwel betäubt, und wenn Sie Ihre Augen für einen Moment schließen - fühlt man im Ganzen zu sein. Hinzu kommt, daß Ihr Zustand Sie in ein warmes Glühen taucht, einen Aspekt, der auch regelmäßig in der Umgebungs dieses Genre zu treffen ist.

 

Die nette Net.Ware Glambient ist vor allem, dass alle Aspekte des ambient, dieser Musikrichtung in den Vordergrund gerückt sind, in dieser Hinsicht könnte man sagen, dass es tatsächlich genug Abwechslung gibt.

New Tone von Lightphaser besteht aus einer fast lautlos, aber gleichzeitig sehr warmen Atmosphäre, die Sie erneut in absolute Ruhe bringt. Das anschließende Lied Phoenix (E-Arc remix) von Aythar unterstützt weiterhin diesen Zustand.

 

Die in der Umgebung manchmal auftauchenden seltsame Geräusche kann man, wie allgemein bekannt ist, kaum nach Hause bringen. Nun ein Aspekt zu den experimentellen Seiten dieses Samplers. Dieses, mit Hilfe eines funkelnden Klavier erzeugten seltsame Geräusche wurden eingefangen wie in dem traumhaft schönen Protuberanz von EugeneKha. Oder nehmen Sie First Diplomatic Contact, ein sehr fester Juwel von Hierophon wo wir 8 Minuten in ein Bad aus tiefer innerer Freude eintauchen.

 

Umgebungsklänge können auch dunkel klingen (wenn wir von Dark Ambient sprechen), dies beweist T.D.D. Mit Al Dente’s Dream tönt es bedrohlich aus der Ecke. Aber auch hier werden keine Klangwände abgerissen. Der Effekt, kann mit einem langsam wirkenden Gift, das Ihnen letztlich die Kehle zudrückt verglichen werden. Auch bei dem letzten Stück Cornwall Cem Church von Nocturnal Hippie Sound System scheint es sich um Dark Ambient zu handeln. Es wurde zu einem der eindringlichsten und sogar einige erschreckende Songs auf dieser Platte.

Zehn Minuten reine Schauder!

 

Fazit? Jeder der Künstler auf dieser Compilation haben ihre Visitenkarte dagelaßen und sind es nach dem Hören wert weiter gesucht zu werden . Ob düster und bedrohlich, oder berauschend und in gedämpfter Atmosphäre getaucht. Jedes Mal, werden alle Emotionen an Herz und Seele überspielt. Darüber hinaus sind alle auf einem sehr experimentellen hohem Niveau.

 

Wir können feststellen, dass Net.Ware Glambient eine Zusammenstellung bringt, die noch unerforschte Gebiete als schon bisher aufzeigt. Abschließend können wir allen (potenziellen) Liebhaber von Ambient Genre - im weitesten Sinne des Wortes - empfehlen, diese Zusammenstellung zu kaufen. Das Album ist ein fester Blick, Vorschau und Weiterempfehlung in diesem Sinne.

 

Review von

Eric Van Damme

 

 

Quelle: Original Text in Flämisch (Belgien)
http://www.snoozecontrol.be/index.php/reviews/17-buitenlandse-reviews/3937-various-artists-net-ware-glambient

Apophysia – In the Autumn from international ambient music compilation 
“Net.Ware Glambient”

streamed on Electraumatisme WEB radio show.
Mercredi 31 décembre 2014 by Popman
listen to the show @

http://electraumatisme.blogspot.cz/2014/12/electraumatisme-du-31122014.html